Auf dieser Seite berichten wir über unsere vier Wochen auf der Südinsel, die Teil unserer Neuseeland-Reise sind. Die erste und letzte Woche reisen wir auf der Nordinsel.
Highlights
Die Reihenfolge der Highlights folgt unserer Reiseroute im Uhrzeigersinn über die Südinsel. Und es gibt eine – völlig subjektive – Bewertung von nett/wenns, denn passt (*) und schön (**) über toll (***) , wow (****) und großartig (*****) bis sensationell/absolutes Muss (******).
Blenheim *
Der kleine Ort im Herzen Marlboroughs hat sich zum Zentrum des größten neuseeländischen Weinanbaugebietes entwickelt. Die Gegend ist bekannt für ihre Sauvignon Blanc, Chardonnay und Pinot Noir. Das Muss einer Weingutführung haben wir jedoch ausgelassen. Verglichen mit anderen Kleinstädten gefällt uns die Innenstadt gut.

Kaikoura ***
Whale Watching und Meeresfrüchte sind die beiden Klassiker des beschaulichen Küstenortes mit seinem breiten Strand und dem phantastischem Blick auf die schneebedeckten 2000er am Horizont.



Hanmer Springs ***
In einem Kessel der Neuseeländischen Alpen (Südalpen) liegt der touristische Ort Hanmer Springs, der ein super Ausgangspunkt für kleine Wanderungen und Wintersport ist. Außerdem hat er ein Schwimmbad mit Thermalquellen und Wasserrutschen, das wir sehr genießen. Unser Lieblingsschwimmbad in Neuseeland.
Arthur’s Pass ****
Der Arthur’s Pass verbindet auf der Höhe von Christchurch die Ost- und Westküste der Südinsel und ist mit 924m die höchste, der drei West-Ost-Überquerungen der Südalpen. Die Strecke besticht durch teils spektakuläre Ausblicke auf weite Täler, in denen sich Flüsse durch hunderte Meter breite Schotterbetten winden, sich Seen ausbreiten oder Weiden vor hohen Bergen die Talkessel füllen. Wer sich den Nationalpark Arthur’s Pass erwandert, hat bestimmt nochmal ganz andere Erlebnisse als wir Autofahrer:innen. Kurz: Eine sehenswerte, schöne Strecke, wobei wir Superlative wie „einer der schönsten Pässe der Welt“ nicht ganz teilen können. Als Kenner der europäischen Alpen (mit steilen Serpentinen) haben wir auf der Hochlandstrecke scheinbar vergeblich auf den Pass gewartet und waren überrascht, als wir plötzlich wieder in der Ebene an der anderen Küste ankamen. Da ist die Strecke zur Golden Bay schon eher ein echter Pass.




Banks Peninsula *****
Die bergige und durch viele kleine Buchten geprägte Halbinsel vor Christchurch ist ein Traum. Entstanden aus mehren Vulkanen ist sie in der Mitte hoch und fasert zur Küste sternförmig in verschiedene Täler aus, an deren Ende jeweils ein süßer Orte am leuchtenden Wasser liegt. Wir erkunden den Hauptort Akaroa und fahren auf der kurvigen und lohnenden Panoramastraße (Summit Road) durch die Inselmitte. Hier könnten wir auch eine ganze Woche Erholungsurlaub verbringen, zwischendurch ein paar Höhen, Winkel und Ausblicke per Wanderungen erkunden und bei mediterranem bzw südirischem Flair die Seele baumeln lassen – und mal 1-2 Tage nach Christchurch fahren. Vielleicht ein andres Mal …





Christchurch *****
Die älteste und drittgrößte Stadt Neuseelands gilt als englischste Stadt südlich von Dover. Noch heute sind die Spuren des verheerenden Erdbebens von 2011 an vielen Stellen zu sehen, u.a. an beschädigten alten Gebäuden wie der Kathedrale. Wir genießen die Atmosphäre der „Garden City“, gehen im Botanic Garden und am Avon River spazieren, erkunden den Campus der alten Uni (jetzt Arts Center), bummeln in der Cashel St, fahren Oldtimer-Tram durch die New Regent St und essen in der Foodhall (Riverside Market). Kurz: Wie auf der benachbarten Banks Peninsula würde wir es hier auch locker ne Woche aushalten. Unsere unangefochtene Lieblingsstadt in Neuseeland.







Lake Tekapo ******
Der Lake Tekapo ist einer von mehreren malerischen Bergseen am Ostrand der Südalpen. Das Wasser strahlt bei Sonnenschein türkis. Und die schneebedeckten Gipfel des Mount Cook Nationalparks bilden die perfekte Kulisse. Ein romantischer Traum, der Wirklichkeit wird. Unser Lieblingssee in Neuseeland. Die Unterkünfte hier sind alle etwas teurer als gewohnt, der Campingplatz liegt aber im Schnitt.





Mount Cook Nationalpark und Lake Pukaki ****
Über den Hooker Valley Track (ca 10 KM und 3 Std hin und zurück) gelangt man im Mount Cook Nationalpark zu einem tollen Aussichtspunkt auf den namensgebenden höchsten Berg (3724m) von Neuseeland, den die Maori Aoraki nennen. Der Wanderweg ist ein wahrer Highway voll selfi-fixierter Massen, der Ausblick lohnt dennoch. Schon der Weg über die SH 80 mit den Panoramablicken auf den Lake Pukaki und den schneebedeckten Riesen dahinter ist die Tour wert. Unsere Lieblingspanorama-Strecke.




Oamaru **
Die Goldgräber-Stadt besticht durch einige schöne historische Gebäude und Straßenzüge. Außerdem kann man hier gut Pinguine beobachten.


Moeraki Boulders ***
Zwischen Oamaru und Dunedin liegen am Strand von Moeraki dutzende Steinkugeln, die teilweise einen Durchmesser von bis zu 4 Meter haben. Entstanden sind sie vor Millionen Jahren durch Kalkablagerungen. In der Hauptsaison ist hier wohl viel los; wir konnten jedoch die Ruhe und Weite des Strandes sowie die Naturwunder der Steine genießen.



Larnach‘s Castle / Otaga Peninsula ****
William Larnach, ein australischer Geschäftsmann, lies in den 1870er Jahren das einzige Schloss Neuseelands erreichten. 1967 kaufte die Famile Baker das verfallene Anwesen und renoviert es seit dem. Auch wenn das Schloss eher klein bzw. wie eine Villa ist, lohnt sich der Besuch. Auch der Garten ist liebevoll und hübsch. Die Ausblicke auf die Otago Peninsula sind toll. Leider widmen wir der – angeblich – sehr lohnenden Halbinsel keine weitere Zeit auf der malerischen Küstenstraße.







Dunedin ****
Man spürt an jeder Ecke, dass die zweitgrößte Stadt der Südinsel von schottischen Einwanderer:innen gegründet wurde – vor allem an alten Gebäuden wie dem Bahnhof. Wir mögen das studentische Flair der bedeutenden Unistadt und ruhen in mehreren Cafés aus.




Catlin Forest / Southern Scenic Route (1. Südost-Teil) ****
Ganz im Süden liegt das liebliche, gewellte und durch Wälder, Farmen, Wiesen, Steilküsten und lange Sandstrände geprägte Gebirge The Catlin Forest. Einige Attraktionen sind die Leuchttürme The Nugget Point und Waipapa Point Lighthouse, die Höhlen am Meer The Cathedrale Cave, das Pinguine- (z.B. Curio Bay Cliff) und Seelöwen-Beobachten (Waipapa Point) sowie verschiedene Wanderungen. Touristisch erschlossen wird der abgelegene Landstrich durch den lohnenden ersten Teil der Southern Scenic Route von Dunedin bis Invercargill.










Southern Scenic Route (2. Südwest-Teil) *
Von Invercargill bis Te Anau (am gleichnamigen See) führt der zweite Teil der Southern Scenic Route. Landschaftlich ist die Strecke schön, aber im Vergleich zu anderen ländlichen Highways nicht herausragend. Man fährt durch viele kleine Ort, viel ländliche Abgeschiedenheit, vorbei an der längsten Holzbrücke des Landes und endet im malerisch gelegenen Te Anau. Von der Strecke erblickt und erreicht man erste südliche Teile des Fiordland Nationalparks.


Fiordland Nationalpark (inkl. Milford Sound und Te Anau) *****
Der Fiordland NP ist der größte Nationalpark Neuseelands und UNESCO-Welterbe. Nur wenige Wanderwege und Straßen erschließen kleinere Teile. 95% der Fläche sind unberührt und geschützt. Der sagenumwobene Milford Sound, der nördlichste der 14 Fjorde, gilt als DER Höhepunkt jeder Neuseelandreise, das Foto mit dem Mitre Peak ist ikonisch. Die Tour zum Milford Sound ist teuer, aber lohnend. Sie startet in dem kleinen, funktionalen und wunderschön am Lake gelegenen Te Anau. Schon auf der Milford Road gibt es viele interessante Zwischenstopps. Bei grauem, aber trockenem Wetter hat uns der Milford Sound mit seinen steil ins meerfallenden Felswänden, den Wasserfällen und der Tierwelt zwar ebenfalls beeindruckt. Doch steht der Besuch für mich neben – und nicht über – vielen anderen landschaftlichen Highlights Neuseelands. Sehr lohnend ist der halbstündige Film „ATA WHENUA SHADOWLAND“, der die wunderbaren Landschaften aus der Luft zeigt. Wir sehen ihn in Te Anau im Kino. Es gibt ihn aber auch auf YouTube.







Southern Scenic Route/Otago (3. Nord-Teil) **
Unser letzter Teil der Southern Scenic Route führt von Te Anau nach Queenstown durch das westliche Otago. Die Landschaft ist weit und menschenleer. Die Wiesen und Weiden sind karg und grün, die Berge oft waldlos, mal weiß, mal braun, mal grün. Wir mögen diese Ruhe und einfache Schönheit der Landschaft. Spektakulär wird die Strecke zum Ende, wenn sie am Ufer des Lake Wakatipu entlang führt.
Queenstown ****
Queenstown gilt als St. Moritz der Südhalbkugel mit entsprechenden Preisen, einigen Luxusläden und zentrumsnahem Golfplatz auf malerischer Halbinsel. Queenstown gilt auch als Abenteuerspielplatz für Erwachsene mit allen möglichen Action-Sport-Angeboten von Bungee-Jumping über Falschirmspringen, Skydiving, Rafting bis Speedboat-Fahren; Mountainbiken wirkt da schon fast normal. Und Queenstown gilt als voll. Wegen all dieser Seiten sind wir vor der quirligen Stadt gewarnt worden. Sie gefällt uns trotzdem (im Gegensatz zu dem echten St. Moritz/CH). Die Lage am Lake Wakatipu ist unschlagbar, der Blick vom Hausberg auf den See und Berge spektakulär und selbst die Gastro- und Geschäftsszene ist attraktiv, bietet sie doch Vielfalt.





Routeburn Track *****
Der Routeburn Track ist einer der zehn Great Walks in Neuseeland, die jeweils zwischen 32 und 145 km bzw 2 bis 5 Tage lang sind. Er zählt zu den kürzesten (32 km / 2-4 Tage) und gilt als einer der schönsten der Great Walks. Er führt vom Mount Aspiring Nationalpark in den Fiordland Nationalpark, genauer gesagt von der Routeburn Road End Shelter bis zur The Devide Shelter. Obwohl der Weg nur 32 km lang ist, liegen auf der Straße 324km zwischen Start- und Endpunkt, was uns über 6 Stunden in Shuttle-Bussen über Te Anau und Queenstown einbringt.
Anfangs führt der Trail durch Regenwald und vorbei an Flüssen, in der Mitte über die Berge der Humboldt Mountains entlang von Bergseen, Pässen, Berghängen mit tollen Ausblicken bevor er am Ende wieder in den Regenwald abtaucht. Der Routeburn Track ist gut ausgebaut und technisch nicht schwierig, wenn man kein Problem mit Hängebrücken hat und mit dem Wandern über die vielen Geröllbrocken im letzten, westlichen Drittel (The Divide bis Lake Mackenzie Tal) klar kommt, was das Wandern schon anstrengend macht. Grundsätzlich muss man auch im Hochsommer mit jeder Jahreszeit rechnen (inkl. Schnee) und – wie der Name „Regenwald“ schon verrät – kann es sehr ergiebig regnen, wie an unserem ersten Tag. 200 Liter in 24 Stunden sind keine Seltenheit, der Weg ist aber darauf ausgelegt.













Arrowtown, Cardrona und Crown Range Road ***
Das ist mal eine echte, spektakuläre Passstraße, die Crown Range Road, so mit Serpentinen, echten Steigungen, der höchsten Asphaltstecke (1121m) Neuseelands und allem was dazugehört (nimm das, Arthur’s Pass!). Die Straße entlang einer kargen Steppe verbindet zwei sehr sehenswerte und doch höchst unterschiedliche Goldgräber-Städte. In Arrowtown (nahe Queenstown) gibt es zwei sehr stimmungsvolle Straßen im Stile der Goldgräber-Zeit (1860er), teils antik, teils hübsch nachgebaut. Die Besucher:innen erwarten zahlreiche Läden und Gastronomie mit gehobener Zielgruppe, u.a. gibt es hier echten neuseeländischen (und nicht importierten) Jadeschmuck. Am besten ist das Eis bei Patagonia. Auch wenn dies Arial natürlich durch und durch touristisch ist, mögen wir es trotzdem; und der Ort hätte zum Übernachten eine gute Alternative zu Queenstown geboten. Viel einsamer ist Cardona, ein süßes Kaff im Nirgendwo auf dem Weg nach Wanaka, das nur aus ein, zwei Handvoll Häuser besteht. Doch gibt es hier neben dem urigen General Store auch das Cardrona Hotel, das seit dem Goldrausch (seit 1863) betrieben wird und damit das älteste Hotel Neuseelands ist. Wir sind schock-verliebt in den schönen Garten mit seiner Blumenpracht und das Hotel, dessen Innenräumen auch so in den schottischen Highlands zu Hause sein könnten. Ein Geheimtipp.








Lake Wanaka und Wanaka ****
Der idyllisch am Lake Wanaka gelegene gleichnamige Wintersportort gefällt uns noch besser als Queenstown. Er ist weniger aufgeregt und touristisch, bietet auch viele Geschäfte und Gastronomie und hat den tolleren Seeblick mit den schneebedeckten Gipfeln des Mt. Aspiring NP am Horizont. Hier steht auch der wohl meistfotografierte Baum Neuseelands, der romantisch im See wächst. Auch hier gibt es die Chance zu Wanderungen in der Umgebung und Bootsfahrten auf dem See. Sowohl der Blue Pool Walk als auch der Rob Roy Glacier Track sind bei unserer Reise leider beide gesperrt.




Fox Glacier, Lake Matheson und Westland National Park ***
Der Fox Glacier und der Franz Josef Glacier schlängeln sich von den Gipfelregionen der beiden höchsten Berge Neuseelands (Mt Cook (3724m) und Mt Tasman (3497m)) herab fast bis auf Meereshöhe und – das ist einzigartig – bis in den Regenwald. Wir wandern bis zum Aussichtspunkt des Fox Glacier und sind beeindruckt, doch ist der Gletscher immer noch weit entfernt. Tags drauf lassen wir die ähnliche Wanderung zum Franz Josef Glacier wegen fehlender Sicht und Regenwolken leider aus. Hätten wir einen der zahlreichen Helikopter-Flüge auf einen der Gletscher samt Gletscherwanderung gebucht, würde sich unsere Begeisterung wohl verfünffachen. So bleiben vor allem Fotos, u.a. vom Ufer des Lake Matheson, dessen Spiegelbild des Südalpen-Hauptkamms mit Mt Cook und Mt. Tasman hier im Westland National Park sicherlich zu den Top 20 klassischer Neuseeland-Fotos zählt.



Pancake Rocks / Paparoa National Park ****
Durch Ablagerungen und Erosion sind an der Westcoast Felsen entstanden, die wie gestapelte Pancakes (Pfannkuchen) aussehen. Tatsächlich ist dies ein Naturschauspiel, das mich mehr begeistert als gedacht. Die Pancake Rocks liegen gut erreichbar am SH 6, anders als der Rest des vermutlich lohnenden, aber von uns vernachlässigten Paparoa NP.



Westcoast und State Highway 6 ***
Die Westküste von Neuseelands Südinsel ist die am dünnsten besiedelte Region des Landes und eine der regenreichsten weltweit (2000-8000 l/qm im Jahr). Denn die Wolken, die kontinuierlich vom Meer im Westen kommen, scheitern am Hauptkamm der Südalpen und regnen hier ab. Nur in der Zeit des Goldrauschs in den 1860er Jahren war hier etwas mehr los. Nun fällt vor allem die üppige Vegetation und die menschenleere, weite und durch Regenwald geprägte Landschaft auf, wenn man stundenlang die einzige Nord-Süd-Verbindung fährt, den State Highway 6. Ein Erlebnis, selbst bzw. gerade bei Regen. Vor allem das nördlich von Greymouth gelegene, als „Great Coast Road“ ausgeschilderte Küstenstück lohnt. Glücklich wer auch den südlichen Teil des SH 6, den „Glacier Highway“, fährt.



Nelson Lakes National Park ****
Mitten im Nirgendwo zwischen Nelson-Tasman, Marlborough und Westcoast liegt mitten in den Spencer Mountains der Nelson Lakes National Park. Die Bilder der beiden größten Seen Lake Rotorua und Lake Rotoiti finden sich in jedem Neuseeland-Bildband an prominenter Stelle. Und doch haben die angrenzenden Orte gerade mal hundert Einwohner:innen und nur rudimentäre Infrastruktur. Einsamer und idyllischer geht es wohl kaum, wobei auch hier die Sandflys auf einen warten, wie im ganzen Westen vom Fiordland bis Tasman.



Abel Tasman National Park ******
Wer schon immer von weiten, einsamen Sandstränden in der Südsee geträumt hat, wird im Abel Tasman National Park von einem Glücksrausch in den nächsten fallen. Neuseelands kleinster und beliebtester Nationalpark wird zwar in der Hauptsaison (vor allem zwischen Weihnachten und Neujahr) von einheimischen Urlauber:innen überrannt. Meisten hat man aber einen der Strände (fast) für sich allein, vor allem im nördlichen Teil. Mehrere Dutzend Traumstrände – mal lang, mal nur eine kleine Bucht – hat die Natur hier zwischen der felsigen Küste und dem dicht bewaldeten Hinterland gebildet. So schützt Neuseeland einen der wenigen, ursprünglich Regenwälder, der dem Raubbau der Kolonialzeit nicht zum Opfer gefallen ist. Auf 60 KM (3-5 Tage) verbindet der Abel Tasman Track landeinwärts die Küstenteile, der beliebteste der Great Walks. Üblicherweise erreicht man aber per Boot von Kaiteriteri die Buchten, lässt sich dort absetzen und hier oder in einer anderen Bucht, in die man kurz gewandert ist, wieder einsammeln. Und bei der Bootsfahrt sieht man mit Glück Delfine, Pinguine und Seelöwen.








Golden Bay *****
Geschützt vom Pass über die Takaka Hills und nordwestlich des Abel Tasman NP und vom westlichen Kahurangi NP abgeschirmt liegt die lange sichelförmigen Bucht „Golden Bay“. Die Community von 4000 Menschen wird als sehr alternativ beschrieben. Jede:r Vierte ist Aussteiger:in aus Deutschland. Ob im kleinen Hauptort Takaka oder im nördlichen Collingwood, die Konzentration von Geschäften mit Batikmode und Räucherstäbchenduft ist schon hoch, das Lebensgefühl aber nochmal entspannter als an jedem anderen Ort, den wir in Neuseeland besuchen. Die Nordspitze der Südinsel, die Region um das Cape Farewell – mit Pillar Point und dem Blick auf die Landzunge Farewell Spit und den Traum Wharariki Beach – ist ein Muss. Kein Strand hat uns so begeistert wie der Wharariki Beach mit den Felsen-Kolossen an der Küste.









Nelson **
Die Stadt Nelson (47.000 Einw.) ist die größte Stadt im Norden der Südinsel. Sie gilt als hipp und hat eine lebendige Küstler:innenszene. Wir mögen den britischen Charme, die Christ Church Cathedral und die wunderbare Teestube im Melrose House.



Marlborough Sounds *****
Nach einem Tag im Marlborough Sound können wir uns eigentlich keine fundierte Meinung über diese Landschaft aus Inseln, Halbinseln, Landzungen, Buchten und Meeresarmen bilden. Von der Panoramastraße Queen Charlotte Drive und der Hafenstadt Picton aus betrachtet – und nach Schwärmereien von Freund:innen – scheint dies aber ein ganz zauberhaftes Fleckchen Erde zu sein, das auch eine Woche zum Erkunden und Verweilen verdient hätte.



Unsere Tage
Tage 1-7: Nordinsel (Link) (14.-20.11.2024)
Tag 8: Wellington-Picton-Blenheim (21.11.2024)
Bei der Überfahrt über die Cook Strait von Wellington nach Picton begrüßen uns die Marlborough Sound, die Insellandschaft im Norden der Südinsel mit Regen, obwohl es angeblich die sonnenreichste Ecke Neuseelands ist. Wir fahren daher gleich nach Blenheim weiter, dem Zentrum des größten Weinanbaugebietes des Landes. Beim Japaner Saza (sehr lecker) genießen wir vorzügliche lokale Weine: Sauvignon Blanc und Pinot Noir.


Tag 9: Blenheim, Kaikoura, Hanmer Springs, Woodend (22.11.2024)
Ein sonniger Fahrtag durch wunderschöne Landschaften führt uns auf dem State Highway 1 entlang der atemberaubenden Küste vorbei an Seehundbänken (Ohau Point) nach Kaikoura, das für Whale Watching und Langusten-Speisen bekannt ist. Eine angenehme Stimmung hat der Ort. Auf den SH 70 und SH 7 gelangen wir durch die wunderschöne, gewellte Voralpenlandschaft in den Wintersport Hanmer Springs, wo wir in den Thermalquellen baden gehen und begeistert von den Wasserrutschen und den warmen Quellen sind. Wir übernachten im Norden des Großraums Christchurch.




Tag 10: Arthur‘s Pass (23.11.2024)
Um an der Ostküste zu bleiben, fahren wir gleich zweimal über den Arthur‘s Pass (siehe Highlights) – einmal hin bis fast an die Westküste und wieder zurück nach Christchurch.
Tag 11: Banks Peninsula (24.11.2024)
Banks Peninsula, die vulkanische Halbinsel vor Christchurch, erleben wir an einem Sonnentag – ein perfekter Urlaubstag (siehe Highlights).
Tag 12: Christchurch (25.11.2024)
Ein Tag Pause, Bummeln und Botanischer Garten in Christchurch (siehe Highlights). Wir mögen Christchurch sehr, unsere Lieblingsstadt in Neuseeland.
Tag 13: Canterbury, Lake Tekapo (26.11.2024)
Zum Lake Tekapo wählen wir die schönere und etwas längere Inlandsstrecke über die SH 77 und SH 72. Nach dem Regen bei Christchurch klart es zum Glück kurz vor Lake Tekapo (siehe Highlights) auf.


Tag 14: Mt Cook Nationalpark, Lake Pukaki, Otago (27.11.2024)
Im Mittelpunkt des Tages stand der Besuch des Mount Cook Nationalparks, inkl Wanderung auf dem Hooker Valley Track zu einem Aussichtspunkt auf den höchsten Berg Neuseelands (siehe Highlights). Aber auch die langen Fahrten am Ufer des Lake Pukaki und entlang der Stauseen an der SH 83 durch das nördliche Otago sind ein Erlebnis. Tagesziel ist die Goldgräber-Stadt Oamaru (siehe Highlights) mit ihren alten, prunkvollen Bauten.


Tag 15: Oamaru, Moeraki, Otago Peninsula/Larnach’s Castle (28.11.2024)
Nach einem kurzen Bummel durch Oamaru (siehe Highlights) fahren wir entlang der SH 1 weiter die Ostküste runter, machen Station bei den Moeraki Steinen (siehe Highlights) und besuchen das Larnach Castle (siehe Highlights). Leider reicht unsere Zeit nicht aus, um auch noch weitere Stationen auf der schönen und sehenswerten Otago Halbinsel zu besuchen.
Tag 16: Dunedin (29.11.2024)
Ein entspannter, sonniger Tag mit Bummeln, Besichtigungen und Ausruhen in Szenecafes. „No Worries!!“ (Keine Sorgen), die Lieblingsfloskel der Menschen hier, machen wir uns zum Urlaubsmotto.
Tag 17: Southern Scenic Route (Teil 1): Catlins (30.11.2024)
Von Dunedin nehmen wir die sehr kurvige Panoramastraße durch das süße Gebirge The Catlins Forest (siehe Highlights), besichtigen einen Leuchtturm, genießen den Ausblick auf weite Strände, Felsen und den Sonnenuntergang und beobachten Pinguine bei Curio Bay.

Tag 18: Southern Scenic Route (Teil 2) (01.12.2024)
In den Catlins treffen wir am Strand des Waipapa Point Leuchtturm einen schlafenden Seelöwen. Dann geht es ab Invercargill bis Te Anau (im Fiordland Nationalpark) auf den zweiten, südwestlichen Teil der Southern Scenic Route (siehe Highlights) (SH 99/95).
Tag 19: Milford Sound (02.12.2024)
Den vermeintlichen Höhepunkt jeder Neuseelandreise, den Fjord Milford Sound im Fiordland Nationalpark, besuchen wir mit einer geführten Tour, weil es organisiert einfacher ist. (Siehe Highlights)
Tag 20: Southern Scenic Route 3 und Queenstown (03.12.2024)
Die Überlandfahrt von Te Anau nach Queenstown auf der Southern Scenic Route (siehe Highlights) (SH 94, SH 97 und SH 6) lässt uns bei gutem Wetter wieder in die karge Schönheit Otagos eintauchen. Von dem teuren, vollen und actionsport-begeisterten Queenstown sind wir gewarnt worden. Der malerisch in den Bergen am Ufer des Lake Walatipu gelegene Ort gefällt uns trotzdem (siehe Highlights).
Tage 21: Routeburn Track 1 – Routeburn Shelter bis Routeburn Flat Hut (04.12.2024)
Drei Tage gehen wir auf einem der schönsten Wanderwege Neuseelands wandern, dem Routeburn Track (siehe Highlights). Ein Shuttle bringt uns mittags von Queenstown fast zwei Stunden lang zum Trailanfang hinter Glenorchy. Wir werden von leichtem Regen empfangen, der über den Nachmittag noch intensiver wird. Heute sollen es 40-50 Liter sein, nicht ungewöhnlich für einen Regenwald und eine der regenreichsten Regionen der Welt. Zum Glück sind es keine zwei Stunden (ca 7 km) zu unserer Unterkunft, wo wir uns mit festem Dach über dem Kopf das Wetterspektal draußen anschauen, Tee und Essen kochen und mit zwei Australiern den Abend durch plaudern. Ich mag das Hüttenleben – und die Landschaft ist selbst bei Regen schön.
Tag 22: Routeburn Track 2 – Routeburn Flat Hut bis Lake Mackenzie Hut (05.12.2024)
Die Königsetappe (ca 15 km) führt in die höchste Region des Weges. In der Mitte kommt man zum Bergsee Lake Harris und zum Pass Harris Saddle/ Tarahaka Whakitipu. Zuvor steigen wir durch das Tal des Route Burn auf. Ab dem Sattel blickt man für den Rest des Weges auf das Hollyford Tal und auf die Berge der Darran Mountains. Wundervoll. Der Abstieg zum Lake Mackenzie ist beschwerlich.
Tag 23: Routeburn Track 3 – Lake Mackenzie Hut bis The Devide Hut (06.12.2024)
Der letzte Tag (ca 12 km) ist wegen dem steinigen Weg wieder anstrengend. Er führt weiter entlang des Hangs der Humboldt Mountains durch das Hollyford Valley. Nachmittags geht es dann vom Ziel The Devide per Shuttle wieder zurück nach Queenstown, über 4 Stunden Fahrt. Puh.
Tag 24: Queenstown, Arrowtown, Cardrona, Wanaka (07.12.2024)
Auf der gut einstündigen Fahrt von Queenstown nach Wanaka machen wir Stationen in den sehenswerten Goldgräber-Orten Arrowtown und Cardonia und überqueren dabei die höchste Passstraße Neuseelands (siehe Highlights).
Tag 25: Wanaka (08.12.2024)
Der idyllisch am Lake Wanaka gelegene Ort Wanaka (siehe Highlights) ist bei dem erwarteten Regen für uns ideal, um an einem Pausetag Wäsche zu waschen, zu lesen, diese Homepage zu pflegen und etwas – nachmittags ist es kurz mal trocken – durch den Ort zu schlendern, im Supermarkt die Vorräte aufzufüllen und in einem Café (wir sind jetzt auch Fans der lokalen Kette Patagonia) abzuhängen.
Tag 26: Wanaka (09.12.2024)
… und weil das mit der Pause so schön ist – und es auch hier eine Patagonia-Eisdiele gibt – verlängern wir um einen weiteren Ruhetag. Leider ist das Wetter nur nachmittags schön und die beiden Wanderungen, die uns interessieren, sind gesperrt. So bleibt es bei einer Stunden im Café mit Seeblick, herrlich! Nach über drei Wochen, in denen wir täglich viele neue und atemberaubende Eindrücke aufgenommen haben, brauchen unsere Seelen mal diesen ruhigen, „reizarmen“ Tag, um alles zu verarbeiten und sich zu erholen.
Tag 27: Westcoast/SH6 (Tag 1): Lake Wanaka, Lake Hāwea, Haast Pass, Fox Glacier (10.12.2024)
Der State Highway 6 (SH 6) ist die nächsten Tage unser „zu Hause“, denn vom Lake Wanaka führt er uns über den Haast Pass an die Westküste, wo er die einzige Straße gen Norden bis Nelson ist. Die Ufer des Lake Wanaka und des Lake Hāwea sind ein Traum, der Haast Pass lohnend und die SH6-Route im südlichen Bereich eine ganz neue Landschaft, denn die Straße führt mitten durch den Regenwald. Die Strecke ist so einsam, ein angenehmer Kontrast zum touristischen Hotspot im Großraum Queenstown. Die Westcoast trägt auch den Spitznamen „Wet-Coast“ (nasse Küste), denn der Jahresniederschlag ist hier am Hauptkamm der Südalpen bis zu zehnmal so hoch wie in Hamburg. Wir machen deshalb heute, wo es trocken ist, spät noch einen Ausflug zum Fox Glacier. Ach ja: Und wegen starker Regenfälle und Erdrutsche warten wir mittags mehrere Stunden in Haast, bis die Straße wieder frei ist.





Tag 28: Westcoast/SH 6 (2): Lake Mathesen, Franz Josef Glacier, Ōkārito, Hokitika, Greymouth (11.12.2024)
Es regnet fast den ganzen Tag. Wir erwischen aber am zauberhaften Lake Mathesen (siehe Highlights), am Ōkārito Beach, in Hokitika und am Campingplatz in Greymouth kurze, günstige Regenpausen. Dazwischen schifft es ordentlich, so dass wir etwa den Franz Josef Glacier auslassen müssen und auf der SH 6 keine Fotopausen machen. Hokitika gilt als schönster Ort der Westküste; wir haben aber wegen des Regens nur einen kurzen Geschäftsbummel gemacht. Hier gibt es tolle Kunsthandwerk-Läden, die aus Jade, Holz und Steinen die schönsten Andenken unserer Neuseeland-Reise machen. Meint: überraschenderweise wohl der beste Ort auf unserer Reise, um hochwertige Souvenirs und Geschenke zu kaufen. Den wundervollen Strand mit seinen Skulpturen lassen wir wegen des Wetters leider aus.


Tag 29: Westcoast/SH 6 (Tag 3): Greymouth, Shantytown, Pancake Rocks, Westport, Buller River, Nelson Lakes National Park und Motueka (12.12.2024)
Ein langer Fahrtag mit vielen kleinen Pausen. Der Besuch von Shantytown, einer alten Goldgräberstadt mit vielen Requisiten, ist für uns der einzige Total-Reinfall unserer NZ-Reise. Kommerziell, künstlich und befremdlich. Die Abstecher in die Innenstädte von Greymouth und Westport zeigen, dass die Städte an der Westcoast sicherlich gute Basisstationen für Ausflüge, für Besorgungen und Übernachtungen sind, aber als touristische Ziele eine lange Anfahrt nicht lohnen. Dafür ist aber die Küstenstrecke auf dem SH 6 zwischen den beiden Orte wunderschön und der Stopp im Paparoa National Park bei den Pancake Rocks (siehe Highlights) Pflicht. Auch die Bergstrecke von Westport bis zur Tasman Bay ist eine schöne Überlandstrecke, vor allem zu Beginn am Buller River. Am Weg liegt auch der Nelson Lake National Park (siehe Highlights) mit seinen einsamen, fotogenen Bergseen. Gerne würde ich hier eine Woche wandern gehen, doch hätte ich dies vorbereiten müssen.
Tag 30: Motueka (13.12.2024)
Nach drei langen Fahrtagen an der Westcoast und vor dem Besuch des Abel Tasman National Parks lassen wir einen Tag das Auto stehen und erkunden zu Fuß den Motueka (lerne: praktisches Basislager, aber touristisch nicht lohnend) und seine lange, schöne Strandpromenade (lohnend!).
Tag 31: Abel Tasman National Park (14.12.2024)
Heute erkunden wir den beliebtesten und kleinsten Nationalpark Neuseelands, den Abel Tasman National Park (siehe Highlights). Man reist vom Wasser mit einem Shuttle an, steigt aus und erkundet für ein paar Stunden den Küstenstreifen. Wir laufen von Anchorage Beach zum Te Pukatea Bay und zurück.
Tag 32: Golden Bay, Takaka, Pōhara, Wainui Bay (15.12.2024)
Der kurvige Highway über den Takaka Hill führt in eine andere, eigene Welt – die Golden Bay (siehe Highlights). Am ersten Tag erkunden wir den östlichen Teil und den Hauptort Takaka, inkl. dem scheinbar legendären Wholemeal Café, das zwar nett ist, aber so ganz verstehen wir den Hype nicht.


Tag 33: Golden Bay, Collingwood, Cape Farrwell, Whatariki Beach (16.12.2024)
Der letzte Teil der Straße zum nördlichsten Ende der Südinsel führt über Schotter. Nebenan liegt der wunderschöne Whatariki Beach. Insgesamt gefällt uns diese Ecke in der Golden Bay (siehe Highlights) wohl am besten.
Tag 34: Nelson (17.12.2024)
Ziel unseres heutigen Fahrtages ist die zentralgelegene, größte Stadt des Nordens der Südinsel: Nelson (siehe Highlights). Auf dem Weg machen wir Stopp im „Gardens of the world“, der jedoch schon bessere Zeiten erlebt hat und den Besuch derzeit nicht lohnt. Vorbei rauschen die schönen Orte und Erinnerungen der letzten halben Woche an der Golden Bay und im Abel Tasman National Park. Leider ereignet sich an dem Pass über den Takata Hill ein schwerer Unfall, weshalb dieser länger gesperrt ist.
Tag 35: Marlborough Sounds, Queen Charlotte Drive und Picton (18.12.2024)
Leider bleibt uns nur dieser Tag, um auf dem Queen Charlotte Drive etwas in die wunderbaren Marlborough Sounds (siehe Highlights) hinein zu schnuppern. Den sonnigen Nachmittag verbummeln wir im herrlich gelegenen Hafen- und Fährstädtchen Picton, das uns bei unserer Ankunft auf der Südinsel noch mit Regen empfangen hat. Morgen wechseln wir dann für die letzte Woche wieder auf die Nordinsel.
Tage 36-43: Nordinsel (Link) (19.-26.12.2024)
zu unserem Bericht über unsere Highlights und Tour auf der Nordinsel geht es hier
Zu dem Überblick-Artikel geht es hier
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