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Die „Alpen im Nordmeer“ sind das Traumziel vieler Skandinavienfans. Denn die Lofoten-Inseln ragen steil aus dem Nordatlantik. Die Blicke von den Gipfeln auf das Archipel sind sensationell. Zwischen den Bergen liegen auf kleinen Landzungen idyllische Strände und kleine Orte mit den roten Fischerhütten. Der Golfstrom sorgt hier, 100 km nördlich des Polarkreises für mildes Klima. Wir reisen im Winter zu dem Sehnsuchtsort, in der Hoffnung auf Nordlichter und Schnee.

Reine vom Berggipfel Reinbringen (Quelle: Wikipedia)

Überblick

Die Lofoten gelten als eine der imposantesten Landschaften Europas. Wer mit den Postschiffen der Hurtigruten zum Nordkapp fährt, kennt die Inselgruppe. Und auch unter Outdoorfans sind sie – leider – längst kein Geheimtipp mehr. So klagten im Sommer 2025 Einheimische über endlose Wohnmobil-Schlangen, die das Idyll in einen Hotspot des Overtourism verwandeln und Gäste, die vom Leave-no-trace-Prinzip entweder nichts gehört haben oder trotzdem ihren Müll in der Landschaft zurücklassen.
Wir freuen uns auch deshalb, im Winter auf die Lofoten zu fahren und bemühen uns um einen zivilisierten Tourismus.

Auf der E10 über die Inseln

Die Europastraße 10 verbindet auf 180 km die fünf größten von etwa 80 Inseln (Nordosten nach Südwesten) Austvågøy, Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy und Moskenesøy mit Brücken und Tunneln. Wen es nach Værøy und Røst weiter im Süden zieht, nehme das Schiff.
Unter all der landschaftlichen Schönheit jeder einzelnen Insel sticht – angeblich – die südlichste, mit dem Auto erreichbare, besonders hervor: Moskenesøy. Hier liegt auch der „Lofotodden nasjonalpark“.

Zwei Orte und viele kleine Siedlungen

Die 24.000 Einwohner:innen leben noch immer vor allem vom Fischfang. Die meisten wohnen auf der wettergeschützteren Ostseite der Inseln, die gen norwegisches Festland gerichtet sind. Mit Abstand die beiden größten Orte sind Svolvær (ca. 4700 Einw.) und Lenknes (ca. 3500 Einw.).

Unsere Reise

Unsere Reise führt uns mit dem Mietwagen ab Narvik einmal bis Å, dem Ende der E10 und wieder zurück. Dabei sind wir jeweils mehrere Nächte an drei Orten in Unterkünften. Beliebt ist es aber auch, statt die Lofoten hoch und wieder runter zu fahren, die Fähre von Bodø nach Stamsund oder Sørvågen zu nehmen.

Sehenswürdigkeiten und Highlights

Um Dir einen guten Eindruck zu geben, stellen wir unsere Highlights in der Reihenfolge Nordosten nach Südwesten vor (und nicht entlang unserer Reiseroute).

Insel Austvågøy

(Beschreibung folgt)

Insel Gimsøy

(Beschreibung folgt)

Insel Vestvågøy

(Beschreibung folgt)

Insel Flakstadøy

(Beschreibung folgt)

Insel Moskenesøy

(Beschreibung folgt)

Organisatorisches und Vertiefung

Anreise

Wer nicht zu Fuss zu den Lofoten wandern will – von Flensburg aus sind es auf dem Europäischen Fernwanderweg 1 (E1) etwa 2000 km durch Dänemark, Schweden und Norwegen – dem bieten sich vier Optionen.

Mit dem Zug wird die mindestens zweitägige Anreise zu einem Abenteuer, bei dem man i.d.R. weite Strecken entlang der schwedischen Ostsee zurücklegt, Schlafwagen inklusive. Auch die längere Reise über Norwegen ist laut einer Freundin, die diese Bahnfahrt im Winter durch die skandinavischen Weiten gemacht hat, ein Traum, aber zeitaufwendig.

Auch mit dem Auto müssen mindestens 30 Stunden Fahrzeit eingeplant werden, wobei man mit dem Wohnmobile sicherlich länger braucht. Natürlich lohnt sich diese Reise gerade dann, wenn man zwischendurch Pausen und Besichtigungen einplant. Klassisch ist etwa, die Lofoten in eine Nordkapp-Tour oder eine Ostsee-Umrundung einzuplanen.

Mit dem Kreuzfahrtschiff auf der Hurtigrouten-Strecke entlang der norwegischen Strecke dauert die Anreise etwa 14 bis 19 Tage von Deutschland aus.

Mit dem Flugzeug geht es sicherlich am schnellsten, auch wenn es neben dem Schiff die unökonomischste Form der Anreise ist. Von Frankfurt sind es etwa gute drei Stunden Flug bis Navik.

Beste Jahreszeit

Es hängt sehr von den Wünschen, Erwartungen und Sehnsüchten ab, welches die beste Reisezeit ist. Juni, Juli und August sind erwartungsgemäß die wärmsten Monate. In dieser Zeit blüht auch die Natur am schönsten. Es sind aber auch die meisten Tourist:innen auf den Inseln. Die Mitternachtssonne geht in Svolvær vom 28. Mai bis zum 14. Juli nicht unter.
Nordlichter können zwischen Ende August und Anfang April vorkommen; die besten Chancen hat man angeblich im Oktober, Februar und März.
Zwischen 7. Dezember und 5. Januar geht in Svolvær die Sonne nicht auf, denn es ist Polarnacht nördlich des Polarkreises.
Das Wetter kann zu jeder Jahreszeit hier oben im Norden launisch sein. Es fallen etwa 1200mm-1500mm Regen im Jahr, während es in Hamburg etwa 700mm-800mm sind. März, April und Mai sind übrigens die regenärmsten Monate.
In der Hoffnung auf schneebedeckte Gipfel, Polarlicht, wenig Niederschlag und Einsamkeit reisen wir Ende des Winters. Wir sind gespannt, ob die Rechnung aufgeht.

Reisetage

Für einen ersten Eindruck der Lofoten reichen vielleicht 3-4 Tage, für einen guten Überblick benötigt man etwa eine Woche und für eine umfassende Erkundung (inkl. einiger Wanderungen) solltest Du Dir 10 bis 14 Tage Zeit nehmen.

Unterkünfte

Wer nicht mit dem Wohnmobil anreist sollte früh buchen. Denn die Preise für Unterkünfte sind gerade in der Hauptsaison hoch.

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