Die „Alpen im Nordmeer“ sind das Traumziel vieler Skandinavienfans. Denn die Lofoten-Inseln ragen steil aus dem Nordatlantik. Die Blicke von den Gipfeln auf das Archipel sind sensationell. Zwischen den Bergen liegen auf kleinen Landzungen idyllische Strände und kleine Orte mit den roten Fischerhütten. Der Golfstrom sorgt hier, 100 km nördlich des Polarkreises für mildes Klima. Wir reisen im Winter zu dem Sehnsuchtsort, in der Hoffnung auf Nordlichter und Schnee.

Überblick

Die Lofoten sind eine der imposantesten Landschaften Europas. Wer mit den Postschiffen der Hurtigruten zum Nordkapp fährt, kennt die Inselgruppe. Und auch unter Outdoorfans sind sie – leider – längst kein Geheimtipp mehr. Im Sommer 2025 klagten Einheimische über endlose Wohnmobil-Schlangen, die das Idyll in einen Hotspot des Overtourism verwandeln und Gäste, die vom Leave-no-trace-Prinzip entweder nichts gehört haben oder trotzdem ihren Müll in der Landschaft zurücklassen.
Gleichwohl können wir nur sagen: Der Hype seinen Grund. Die Lofoten lohnen sich. Wir waren im ausgehenden Winter hier, konnten die Landschaft im Schnee genießen, fanden die Inseln nicht überlaufen und hatten eine herrliche Zeit.

Auf der E10 über die Inseln

Die Europastraße 10 verbindet auf 180 km die fünf größten von etwa 80 Inseln (Nordosten nach Südwesten: Austvågøy, Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy und Moskenesøy) mit Brücken und Tunneln. Wen es nach Værøy und Røst weiter im Süden zieht, nehme das Schiff.
Unter all der landschaftlichen Schönheit jeder einzelnen Insel sticht die südlichste, mit dem Auto erreichbare, besonders hervor: Moskenesøy. Hier liegt auch der „Lofotodden nasjonalpark“.

Zwei Orte und viele kleine Siedlungen

Die 24.000 Einwohner:innen leben noch immer vor allem vom Fischfang, wobei der Tourismus sicherlich auch von Bedeutung sein dürfte. Die meisten Einwohner:innen wohnen auf der wettergeschützteren Ostseite der Inseln, die gen Vestfjord und das norwegisches Festland gerichtet sind. Mit Abstand die beiden größten Orte sind Svolvær (ca. 4700 Einw.) und Lenknes (ca. 3500 Einw.).

Wandern

Ein Wermutstropfen unserer Winterreise ist, dass wir wegen des Schnees nicht wandern gehen konnten. In den Sommermonaten ist jedoch das Besteigen der Aussichtsgipfel ein grandioses Erlebnis. Auch finden sich in Reiseführern zahlreiche Tageswanderungen in einsame Täler oder entlang malerischer Küstenabschnitte.

Unsere Reise

Unsere Reise führt uns mit dem Mietwagen ab Narvik einmal bis Å, dem Ende der E10 – und wieder zurück. Dabei sind wir jeweils mehrere Nächte an drei Orten (Svolvær, Reine & Leknes) in Unterkünften, um von hier aus, die Umgebung zu erkunden. Beliebt ist es aber auch, statt die Lofoten hoch und wieder runter zu fahren, die Fähre von Bodø nach Moskenes oder Sørvågen zu nehmen.

Unsere kleinen Pannen

Und da Pannen viel unterhaltsamer als die Schwärmerei ist: Als wir am Flughafen Harstad/Narvik ankamen, waren unsere Taschen verschollen. Laut App wurden sie beim Umstieg in Frankfurt in den Flieger nach Oslo verfrachtet, galten dann aber zunächst als unauffindbar. Letztendlich konnten wir sie zwei Tage später in Svolvær am Airport abholen, nachdem sie eine kleine Rundreise von Frankfurt über Oslo, Narvik und Bodø nach Svolvær unternommen haben. Nächstes Mal packen wir unser Handgepäck wieder mit mehr Bedacht.
Zweitens: Erstmals haben wir eine E-Auto gemietet, in Norwegen ist das Standard. Und wir haben auch nur zwei Stunden gebracht, bis wir es beim ersten Mal mit dem Aufladen hinbekommen haben. Doch mit etwas Routine geht es nun schneller. Jetzt sind wir schon fast Profis. Alle die in Deutschland mit dieser Technik fremdeln, fehlt offensichtlich Erfahrung.

Sehenswürdigkeiten und Highlights

Um Dir einen guten Eindruck zu geben, stellen wir unsere Highlights in der Reihenfolge Nordosten nach Südwesten vor (und nicht entlang unserer Reiseroute). Dabei sind auch Sehenswürdigkeiten, die wir zwar nicht geschafft haben, die aber für Deine Planung spannend sein könnten.

Insel Austvågøy

Die größte Insel des Archipels hat auch die höchsten Berge zu bieten. Mit Svolvær liegt hier das wirtschaftliche und touristische Zentrum. Die Fjorde und Ortschaften sind die herausragenden touristischen Attraktionen.

Trollfjord: … liegt weit im Nordwesten und ist eine der TOP 10-Attraktionen der Lofoten. Von Svolvær fahren täglich zahlreiche Bootstouren in den kleinen Fjord mit den spektakulären Felswänden.

Austnesfjorden: … ist wesentlich größer. Die E10 führt direkt entlang des Westufers. Es lohnen sich ein kurzer Abstecher zur Sildpollen Kirche (auf einer kleinen Halbinsel), ein Halt am Sildpollen Haven und ein Stop am etwas südlicher gelegenen Aussichtspunkt Austnesfjorden Rastplatz.

Svolvær: … ist der Hauptort der Lofoten mit ca. 4700 Einwohner:innen. Hier halten die Hurtigrouten-Schiffe – und sogar mit dem Flugzeug kann man anreisen. In Svolvær hat die Fischereiindustrie ihr Zentrum, es wimmelt im Stadtzentrum an Unterkünften und im Sommer soll es schon ziemlich voll mit Tourist:innen sein. Die Ortsmitte prägt architektonisch ein Mix aus gelungenen und weniger ansehnlichen Hotels (insb. die beiden Thon-Hotels wirken deplatziert), zwei Einkaufszentren, Läden und Restaurants. Stilechte Holzhäusern finden sich eher in der zweiten Reihe, nördlich des Zentrums sowie auf der hübschen Insel Svinøya. Kulturinteressierte gehen in das Norwegische Künstlerzentrum und das Lofoten-Kriegsmuseum. Den Flair machen vor allem die umliegenden Inseln und hohen Berge (insb. Fløya) aus, die man teilweise leicht (Tjeldbergtinden) und anspruchsvoll (Fløya) erklimmen kann und dort mit tollen Aussichten belohnt wird.
Kurz: Svolvær eignet sich gut als Stützpunkt für Ausflüge und ist ideal, um einzukaufen. Auch ein Stadtrundgang lohnt sich.

Kabelvåg: … war früher einmal das kulturelle Zentrum der Lofoten und ist immer noch die drittgrößte Stadt. Neben einem hübschen Ortsbild bietet sie die größte Kirche der Lofoten (Vågan Kirke), das Lofotenmuseum, die Galerie Espolin und das Lofoten-Aquarium.

Henningsvær: … gilt als Hotspot für Künstler:innen und bietet viele Fotomotive. Legendär ist der bekannteste Fußballplatz der Lofoten, der fast eine ganze Insel ausfüllt und leider ohne Drohne kaum in seiner spektakulären Lage zu erfassen ist. Heraus sticht die Galerie Lofoten mit wichtigen Gemälden nordnorwegischer Künstler:innen (19./20. JH). Engelskmannbrygga bietet Keramik, Glasbläserei und Fotografie. Die ehemaligen Holzfabrik kann in ihrem Hippsterflair den Co-Working-Spaces in den Szenevierteln Hamburgs das Wasser reichen und ist sehr gemütlich. Der Ort besticht nicht zu letzt durch seine vorgelagerte Lage auf acht Inseln im Süden von Austvågøy.

Insel Gimsøy

Gimsøy ist unter den fünf Hauptinseln die kleinste und hat nur wenige Dörfer. Die Rundtour über die Küstenstraße soll lohnend sein.

Gimsøy Kirche: … hat uns in der Form und Lage sehr gut gefallen.

Insel Vestvågøy

Die zweitgrößte Insel ist vor allem für ihre Traumstrände bekannt, besticht aber auch durch Fischerorte und spektakuläre Bergkulissen.

Wickinger Museum: … in Borg besteht vor allem aus einem Langhaus, in dem die Wohnform der Nordmänner & -Frauen gezeigt wird. 2 km entfernt liegt auch ein Wickingerschiff. Axtwerfen und Bogenschießen kann bei gutem Wetter auch geübt werden. Wir finden es, nachdem wir auch schon andere Wickinger Museen gesehen haben, sehenswert aber nicht sensationell.

Unstad: … ist eine kleine Siedlung an der Atlantikseite der Lofoten, die von Bergen umringt in einem schönen Talkessel liegt und vor allem durch ihren Strand mit sehr guten Surfbedingungen punktet. Während wir uns bei Schneetreiben um die 2° kaum aus den Auto gewagt haben, entdeckten wir doch tatsächlich zwei hartgesottene Surfer, die im Neoprenanzug im Wasser waren.

Uttakleiv Strand, Haukland Strand und Vik Strand: … sind berühmte Strände an der Westküste. Vor allem Uttakleiv bietet mit seinen Steinen viel Potential für gelingende Bilder. Die Strände liegen nah beieinander und können gut mit dem Auto (tw durch den Tunnel) oder bei einer längeren Wanderung erkundet werden. Die beiden ersten Strände haben saftige Parkgebühren.

Leknes: … ist zwar ungemein praktisch und zentral gelegen, d.h. die zweitgrößte Stadt der Lofoten bietet den Einheimischen wohl die beste Infrastruktur mit Baumarkt, Möbelhäusern, Autowerkstätten und großen Supermärkten. Auch Touris finden hier ihre Souvenirshops, Outdoorläden, ein paar nette Cafés und Restaurants. Man kann den Ort auch gut als Standort nutzen, um Tagesausflüge ins Umland zu machen. Doch ist er weit von dem Charme und Flair anderer Orte entfernt, was auch an der Lage im Binnenland und dem fehlenden Wasser im Ortszentrum liegen mag.

Insel Flakstadøy

Eine kleinere unten den großen Lofoteninseln besticht durch zunehmend wilde Natur und Gebirge, hat aber auch schöne Strände.

Myrland und Vikten: … im Norden der Insel bieten auch wunderbare Strände.

Nusfjord: … ist ein idyllisches Fischerdorf in Privatbesitz und kostet Eintritt. Es lohnt sich dennoch.

Flakstad (Skagsanden Strand) und Ramberg: … sind benachbarte Orte an der E10 mit großen, schönen Stränden. Während Ramberg auch ein kleines Einkaufszentrum und einen ordentlichen Hafen hat, besteht Flakstad City – gefühlt – fast nur aus der Kirche, dem Friedhof und einer Surfschule samt Campingplatz.

Kåkersundet: … ist die Meerenge zwischen den Inseln Flakstadøya und Moskenesøya. Und ich kann es schwer fassen, doch waren dies die 3km auf der E10, die mir am meisten den Atem verschlagen haben.

Insel Moskenesøy

Die äußerste der großen Inseln bietet den Lofoten Nationalpark mit fantastische Natur und die ikonischen Fischerorte, deren Bilder in Fotobüchern und großformatigen Kalendern unser romantisches Klischee der Lofoten prägen. Vielen gilt sie als die schönste der Inseln. In Å endet auch die E10.

Lofoten Nationalpark: … ist zweifellos das landschaftliche Highlight der Insel Moskenesøy. Er erstreckt sich über die gesamte Atlantik-Küsten- und Gebirgslinie im Westen. Hier finden sich auch einige berühmte Buchten und Aussichtsberge. So muss im Norden die Kvalvika-Bucht, die eine Stunde Wanderung von der Straße entfernt liegt, sensationell sein – genauso wie der Blick vom Ryten (543m) auf diese. Von Reine gelangt man mit dem Boot auch in den Kirkefjord (und per Wanderung zum Horseid Beach) und nach Vindstad (und per Wanderung zum Bunes Beach). Dies sind alles Touren, die wir uns wegen des Winterwetters und tiefen Schnees leider für eine Sommerreise auf den Lofoten aufheben müssen.

Fredvang: … liegt ganz im Norden und ist mit Leknes einer der wenigen Orte mit viel flachem Hinterland. Hier liegt auch einer der wenigen Strände, die für uns im Winter mit dem Auto zu erreichen sind.

Hamnøy: … kennen wir von DEM klassischen Lofotenbild, das von der Brücke zur Nachbarinsel Toppøya geschossen wird und die Robuer vor dem Panorama des Lilandstinden (707m) zeigt. Wieso dies Bild gemeinsam mit dem von Sakrisøy immer dem Nachbarort Reine zugeschrieben wird, weiß ich nicht. Letztendlich gehören alle diese Inseln und Ansiedlungen zur Gemeinde Moskenes.

Robuer auf Hamnøy

Sakrisøy: … bietet das zweite ikonische Robuer-Fotomotiv, das idealerweise von der gegenüberliegenden Insel Olenilsøya geschossen wird.

Reine: … ist sozusagen das Zentrum von Moskenesøya, bietet etwas Infrastruktur und beherbergt das Nationalpark-Zentrum. Bei allen schönen Cafés auf den Lofoten mochten wir die Bringen Kaffebar vielleicht am meisten.

Reinebringen (442m): … ist der Hausberg von Reine und eröffnet – glaubt man dem Internet und diversen Bildbänden – einen fantastischen Blick auf Reine und die nördlich am Reinefjord und Vorfjorden gelegenen Inseln. Der Aufstieg soll steil und nicht ohne sein, ist also nur etwas für gutes Wetter.

Moskenes: … gibt der Insel immerhin den Namen, doch ist hier außer dem Fährhafen nach Bodø etc. wenig los.

Å i Lofoten: … ist zwar nicht ganz das Ende der Welt, doch immerhin der Endpunkt der Europastraße 10. Wer weiter auf die Insel Væroy und Røstlandet reisen will, nehme ab Moskenes die Fähre. Natürlich gibt es auch hier im Hafen Robuer, wie in quais jedem E10-Ort auf Moskenesøy. Hier findet sich auch das Nordwegische Fischerdorf Museum.

Organisatorisches und Vertiefung

Anreise

Wer nicht zu Fuss zu den Lofoten wandern will – von Flensburg aus sind es auf dem Europäischen Fernwanderweg 1 (E1) etwa 2000 km durch Dänemark, Schweden und Norwegen – dem bieten sich vier andere Optionen:

Mit dem Zug wird die mindestens zweitägige Anreise zu einem Abenteuer, bei dem man i.d.R. weite Strecken entlang der schwedischen Ostsee zurücklegt, Schlafwagen inklusive. Auch die längere Reise über Norwegen ist laut einer Freundin, die diese Bahnfahrt im Winter durch die skandinavischen Weiten gemacht hat, ein Traum, aber eben zeitaufwendig.

Auch mit dem Auto müssen mindestens 30 Stunden reine Fahrzeit (plus Pausen) eingeplant werden, wobei man mit dem Wohnmobile sicherlich länger braucht. Natürlich lohnt sich diese Reise gerade dann, wenn man zwischendurch Pausen und Besichtigungen einplant. Klassisch ist etwa, die Lofoten in eine Nordkapp-Tour oder eine Ostsee-Umrundung einzuplanen.

Mit dem Kreuzfahrtschiff der Hurtigrouten reist man entlang der norwegischen Küste Richtung Nordkap und kann auf den Lofoten (i.d.R. in Svolvær) aussteigen. Die Anreise von Deutschland/Hamburg etwa 14 bis 19 Tage.

Mit dem Flugzeug geht es sicherlich am schnellsten, auch wenn es neben dem Schiff die unökologischste Form der Anreise ist. Von Frankfurt sind es etwa gute drei Stunden Flug bis Navik oder Bodø. Wer direkt auf die Lofoten will, fliegt bis Svolvær oder Leknes weiter.

Beste Jahreszeit

Es hängt sehr von den Wünschen, Erwartungen und Sehnsüchten ab, welches die beste Reisezeit für Dich ist.
Sommer: Juni, Juli und August sind erwartungsgemäß die wärmsten Monate. In dieser Zeit blüht auch die Natur am schönsten. Ausflüge in die Natur sind am besten möglich. Es sind aber auch die meisten Tourist:innen auf den Inseln und die Preise sind wohl auch am höchsten. Die Mitternachtssonne geht übrigens in Svolvær vom 28. Mai bis zum 14. Juli nicht unter.
Winter: Nordlichter können zwischen Ende August und Anfang April vorkommen; die besten Chancen hat man angeblich im Oktober, Februar und März. Zwischen 7. Dezember und 5. Januar geht in Svolvær die Sonne nicht auf, denn es ist Polarnacht nördlich des Polarkreises.
Herbst: Der frühe Herbst (ca. September) wird von einigen Autor:innen als landschaftlich besonders zauberhaft und praktisch (weniger voll, viele Möglichkeiten) beschrieben.

Nordlichter haben wir – obwohl wir in der richtigen Zeit (Februar/März) da waren – nicht gesehen. Andere deutsche Urlauberinnen gaben uns aber – zu spät – den Tipp, mit dem Handy und nicht nur mit dem Auge nachts den Himmel abzusuchen. Denn die Handy-Kameras machen schwaches Nordlicht besser sichtbar, auch wenn man es mit dem Auge noch nicht sieht.

Das Wetter kann zu jeder Jahreszeit hier oben im Norden launisch sein. Es fallen etwa 1200mm-1500mm Regen im Jahr, während es in Hamburg etwa 700mm-800mm sind. März, April und Mai sind übrigens die regenärmsten Monate.

Reiselänge

Für einen ersten Eindruck der Lofoten reichen vielleicht 3-4 Tage, für einen guten Überblick benötigt man etwa eine Woche und für eine umfassende Erkundung (inkl. einiger Wanderungen) solltest Du Dir 10 bis 14 Tage Zeit nehmen. Im Winter haben uns 10 Tage mehr als gereicht, 8 Tage wären auch o.k. gewesen, denn wegen des Schnees und Matsches, fielen Wanderungen aus. Zu jeder Jahreszeit sollte man jedoch etwas Zeitpuffer einplanen, falls es mal schlechtes Wetter gibt.

Unterkünfte

Grundsätzlich sind die Lofoten im Sommer voll und Norwegen ist ein teures Urlaubsland. Daher lohnt es sich, früh zu planen und zu buchen.

Wildcampen ist auf den Lofoten – wie in Norwegen, Schweden, Finnland – zwar erlaubt, doch gibt es an der E10 und in der Nähe nur eine überschaubare Menge an Stellplätzen für Wohnmobile. Aufgrund des bergigen Geländes sollte man sich mit dem Zelt auch gut überlegen, wo ein passender Ort ist.

Campingplätze gibt es einige. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie voll diese in der Hauptsaison sind. Doch lohnt es sich vermutlich, zumindest mit dem Wohnmobil ein paar Tage zuvor zu reservieren.

Ferienwohnungen, Bed & Breakfast und Hostels sind über Buchungsportale zu finden und die günstigere Alternative zu Hotels. Da Restaurants für deutsche Verhältnisse teuer sind, lohnt es sich außerdem, wenn man eine Kochzeile in der Unterkunft hat und (auch mal) selber kochen kann.

Robuer sind die typischen Fischerhäuschen in rot, gelb oder weißem Holz – gerne auch auf Stelzen. Wir waren überrascht, wie viele man davon mieten kann. Viele haben einen ordentlichen Preis, sind mit einem nahegelegenen Hotel (Restaurant, tw. Frühstück) verbunden und bieten oft Küchenzeilen. Einmal hier zu schlafen, ist sicherlich die stilechteste Version eines Lofotenurlaubs. Preislich liegen sie aber auf Hotelniveau.

Hotels gibt gerade in den großen Städten einige. Wer früh bucht, findet auch vereinzelt ein Zimmer für zwei Personen mit eigenem Bad für 200€ pro Nacht (oder leicht günstiger). Schnell ist man aber auch bei Preisen von 250€, 300€ oder mehr in der Hauptsaison.

Kosten

Norwegen ist ähnlich teuer wie die Schweiz. Als grobe Faustformel gehe ich immer davon aus, dass hier alles doppelt so teuer wie in Deutschland ist. Das trifft zumindest auf Unterkünfte und Restaurants zu. Beim Essengehen kostet z.B. eine Pizza Margarita oder ein einfaches Nudelgericht gerne mal 20€-25€. Dass Alkohol in Skandinavien absichtlich sehr teuer ist (Glas Wein: ca. 12-15€) ist bekannt, dass in Norwegen auch Zuckerprodukte (Softdrinks und Süßigkeiten) hoch besteuert werden, ist eher nicht bekannt, aber – wie ich finde – richtig.
Wer Geld sparen will und mit dem Auto kommt, lade sich also in Schweden (vom letzten Supermarkt in Schweden (Abisko) sind es nur 250km) oder Deutschland den Kofferraum voll und wähle eine Unterkunft, bei der man selber kochen kann.

Fazit

Die Lofoten sind ein Traum. Und wir waren glücklich, eines unserer letzten „einmal im Leben möchte ich dort hin“-Urlaubsziele in Europa besucht zu haben. Bei Schnee haben die Lofoten einen ganz besonderen Zauber. Auch wenn nicht so viel wie im Sommer unternehmen kann, war es für uns eine perfekte Zeit.

Unsere sieben absoluten Highlights und Empfehlungen waren:

  • Europastraße 10: Die 180 km lange E10, die Hauptschlagader der Inseln, eröffnet unzählige traumhafte Ausblicke und ist für uns der eigentliche Star.
  • Svolvær: … wird oft unterschätzt. Wir haben uns in der Inselhauptstadt aber sehr wohl gefühlt. Es gibt gute Restaurants und Läden zum shoppen. Der Spaziergang über die Vestfjordgata und Svenøy Brücke nach Svinøya sei jedem empfohlen.
  • Henningsvær: … punktet als Zentrum der Kunstszene und bietet fantastische Ausblicke auf die umliegenden Berge und Inseln.
  • Gimsøy Kirche: … ist stellvertretend für lohnende Abstecher von der E10. Die kleine Kirche – es gibt natürlich mehrere davon auf den Lofoten – liegt besonders idyllisch und einsam am Grimsøya Strom.
  • Strand von Unstad: … sei hier stellvertretend für so viele wunderbare Strände an der Westküste genannt, die zum norwegischen Nordmeer liegen. Schade, dass wir u.a. die Aussicht vom Ryten auf den Kvalvika-Strand verpasst haben.
  • Nusfjord: … ist eine kleine, kompakte und idyllische Fischersiedlung
  • Robuer von Hamnøy und Sakrisøya: … über türkisfarbenem Wasser und vor steiler Felswand bleiben die ikonischen Lofoten-Motive. Wir empfehlen vor allem die beiden kleinen und nahe beieinander liegenden Inseln Hamnøy und Sakrisøya. Doch finden sich diese Fischerhütten in fast jedem Ort.

zurück zu http://www.kleinepausen.de


Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar